Was läuft bei uns

Abnahme der Jugendflamme in Hückeswagen

30. 9. 2017: Die gesamte Feuerwehr Hückeswagen traf sich früh am Samstagmorgen um den Abnahmeplatz aufzubauen und vorzubereiten. Dann hieß es pünktlich um 9 Uhr für 178 Jugendliche und deren Betreuer aus insgesamt 11 Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises "antreten" auf dem Sportplatz an der Schnabelsmühle.

Kreisjugendfeuerwehrwart Sebastian Schmidt und Bürgermeister Dietmar Persian begrüßten neben Thomas Lemmen (Leiter der JF Hückeswagen) und Karsten Binder (Leiter der FW Hückeswagen) die Teilnehmer, die in den Norden des Kreises gekommen waren. Die Jugendfeuerwehr Hückeswagen war erstmalig Gastgeber der Jugendflamme 2 & 3 - Abnahme des Oberbergischen Kreises.

Anschließend wurde es ernst für die Jugendlichen. Sie mussten zeigen, was sie in den letzten Wochen und Monaten während ihrer Jugendfeuerwehr-Dienste gelernt hatten.

Neben einem improvisierten Wasserwerfer, einem Schaumangriff und dem Absichern einer Unfallstelle, wurden sie auch in Erster Hilfe geprüft. Eine Station mit Sport & Spaß war ebenfalls dabei.

Trotz des typischen bergischen Dauerregens bestanden alle 178 Jugendlichen erfolgreich die Prüfungen.

Das leckere Gulasch, welches die Löschgruppe Straßweg für alle gekocht hatte, wärmte alle durchnässten Jugendliche und deren Betreuern, sowie alle fleißigen Helfer an diesem Tag, wieder auf.

Nachdem Mittagessen wurde allen Teilnehmern die Jugendflamme 2 und 3 verliehen – Herzlichen Glückwunsch!        → zu den Bildern

Die Jugendfeuerwehr Hückeswagen blickt auf ein schönes und erfolgreiches Wochenende zurück und bedankt sich bei allen Helfern!

 

 

Eine Seefahrt, die ist lustig ...

Eine Woche auf hoher See

Die Jugendfeuerwehr Hückeswagen unternimmt alle zwei Jahre eine größere Ferienfahrt, die sich in den anderen Jahren dazwischen mit dem Kreis-Zeltlager der Jugendfeuerwehr abwechselt. Nachdem wir vor zwei Jahren ein Ferienhaus für uns gemietet hatten sind wir dieses Jahr in See gestochen. Wir haben den Zweimaster "Victoria-S" gechartert, der uns am Morgen des 19. August in Harlingen am niederländischen Wattenmeer erwartete. Wir sind in aller Frühe um 06.30 Uhr mit 3 Klein-Bussen in Hückeswagen losgefahren, an Bord waren 19 Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren sowie 5 Betreuer der Jugendfeuerwehr.

Am Hafen angekommen hieß es das erste Mal gemeinsam anpacken. Mit einer Menschenkette wurden alle Taschen und Lebensmittel in das Schiff befördert, bevor wir die ersten Einweisungen erhielten und wir die Kajüten beziehen konnten. Da auf dem Schiff lediglich der Skipper und sein Maat waren, mussten wir die beiden als Crew kräftig unterstützen. Wir lernten also am ersten Tag alles über Knoten, Namen der Seile und Segel und wie wir setzen mussten. Am Sonntag morgen ging es dann nach dem Frühstück auf See und gleich am ersten Tag mit mächtig Wind, der das Schiff in starke Seitenlage versetze. Wir konnten deswegen weit kommen und erreichten im IJsselmeer den Ort Enkhiuzen. Wie jeden Tag konnten wir auch hier den Ort kennen lernen und die Landschaft genießen, bevor es ans Abendessen kochen ging. Wir haben nicht nur auf dem Schiff gelebt, "gearbeitet" und geschlafen sondern auch gekocht, für uns und für die beiden Herren vom Schiff. Wie es sich für eine Crew gehört muss jeder mal alles machen, wir hatten also einen Plan fürs Einkaufen, Kochen, Tisch decken und Abräumen und fürs Spülen. Auch die Duschen und Toiletten wurden immer rein gehalten. Es gab zwar auch eine Gemüsesuppe aber für Jugendliche durfte es auch mal ein Abend mit Burgern und holländische Frikandeln sein oder auch Fischstäbchen mit Gemüse.

Wir segelten also täglich in einen anderen Hafen, immer mit der Kraft des Windes, auch wenn der ab Montag was schwächer war. Das wurde aber durch wunderschöne Sonnentage ersetzt. Wir erreichten den Ort Makkum und dann die Insel Terschelling. Hier haben wir einen ganzen Tag Stopp gemacht um mit Holland-Rädern die Insel und einen schönen Sandstrand zu erkunden. Am letzten Abend haben wir einen sehr verlassenen Hafen angesteuert, an dem wir am Strand bei Lagerfeuer den letzten Sonnenuntergang der Tour genießen konnten. Neben der Arbeit auf dem Schiff und den Ausflügen an Land hatten wir auch eine Menge Zeit für uns auf See. Wir hatten sehr viele  Gesellschaftsspiele mitgenommen die alle getestet wurden. Zudem hatten wir auch immer die Möglichkeit im Hafen und auch auf dem Meer (wenn der Anker gesetzt wurde) von Bord direkt ins kühle Wasser zu springen, was ausgiebig genutzt wurde.

Am Freitag, den 25. August sind wir dann wieder in Harlingen am Hafen angekommen. Nachdem wir alle Taschen ausgeladen hatten, musste noch das Schiff gereinigt werden. Wir machten uns also daran die Kajüten zu saugen, den Aufenthaltsraum aufzuräumen und kehren, die Küche auf Vordermann zu bringen und das Deck zu schrubben. Nach einer längeren und emotionalen Verabschiedung von Skipper und Maat traten wir dann unsere Rücktour an. Wir erreichten die Heimatstadt am Freitagabend und konnten alle Jugendlichen gesund und munter an die Eltern übergeben.

Das Fazit der Tour kann man sehr gut mit dem der Feuerwehr übereinbringen: Einer für alle, alle für einen! Selten habe ich bei einer gemischten Gruppe in so einer breiten Altersgruppe ein solches Miteinander und  solchen Teamgeist erlebt. Es haben wirklich alle für einander eingestanden, jeder hat bei allen Arbeiten angepackt und untereinander geholfen. So konnten wir hoffentlich mit eines der wichtigsten Elemente der Feuerwehr und auch der Gesellschaft den Jugendlichen vermitteln: Die Solidartiät, in der Feuerwehr eher Kameradschaft genannt.